Universum und Mensch

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27.09.2009 Mehr als ein Gott
 
  Mit mir soll sich nicht messen ein Gott (frei nach Goethe). Ich bin ein Mensch und nicht den Göttern gleich. Ich bin mehr als ein Gott.

Nicht ein Gott hat meine Vorfahren geschaffen, sondern meine Vorfahren haben Gott in ihren Vorstellungen entstehen lassen. Sie haben Gott in ihren Vorstellungen entstehen lassen als den Schöpfer für alle Dinge und Erscheinungen, die mit ihrer Vorstellungskraft nicht erklärt werden konnten.

 
  Für viele der Vorfahren ist die Vorstellung von Gott zur ungeprüften Wahrheit geworden. Und was bringt eine ungeprüfte Wahrheit? Entsteht aus der Vorstellung der Menschen eine real existierende Sache?
 
  Ich habe es von Kindesbeinen an mit allen möglichen Vorstellungen versucht. Leider vergeblich. Und noch immer habe ich keinen einzigen Taler zu viel in der Tasche. Und viele Taler schon ganz und gar nicht. Und wie ist das mit dem Frieden auf der Welt? Auch nichts! Also bleibt es doch dabei: Von allen real existierenden Dingen dieser Erde und des Universums kann in unserem Bewusstsein eine Vorstellung entstehen, die wir als Abbild der Realität akzeptieren. Damit kommen wir in unserem Lebensraum sehr gut zurecht.

 

  Umkehren lässt sich dieser Prozess, der von der Realität zur Vorstellung führt, nicht. Eine Vorstellung, und mag diese noch so aufwendig ausstaffiert worden sein, wird durch das Wollen allein nicht zur Realität. Nicht die Vorstellung vom Taler, vom Frieden und die von Gott!
 

Es sei denn, der Mensch legt Hand an, um neue Vorstellungen über seine Umwelt in die Realität als gegenständliche Dinge oder Abläufe umzusetzen.

Aus der Erfahrung habe ich gelernt, dass die meisten Vorstellungen wohl doch Luftschlösser sind und bleiben. Und deshalb gilt: ich bin mehr als ein Gott.

Und deshalb gilt: Gott ist ein Luftschloss.

 

01.10.2009

letzte Änderung

 
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